Psychoonkologie (Deutsche Krebsgesellschaft/ DKG), Einzelbegleitung bei Krebs

      

 

 

      


In einer Krebserkrankung wird die Kostbarkeit des Lebens auf bedrohliche Weise konkret.

Und gerade deshalb ist Krebs zwar auch eine Angst erzeugende Erkrankung, aber vor allem  eine Chance auf einen bewussteren Umgang mit dem guten Leben.


Wollen Sie am Leben festhalten,  nicht nur überleben, sondern so leben, dass Sie noch möglichst lange umsetzen können, was Ihnen Freude macht ? 

Den ersten Schritt,  um dem Krebs mit entschiedener Haltung entgegenzutreten, haben Sie gerade gemacht!

 

 

 

 

Was ist Psycho-Onkologie ?

 

Psychoonkologie ist 

die Wissenschaft

- vom Ereignis „Krebs“

- von dessen Einfluss auf die Person und die Beziehungen

- und wie darauf fachkundig zu reagieren ist (Theorie, Methodik, Praxis/A.v. Kries)

Die Psychoonkologie befasst sich mit den psychosozialen Aspekten der Prävention, Entstehung, Diagnostik , Therapie und Rehabilitation von Krebserkrankungen (Koch/Weis 2009)

 

Die Diagnose Krebs bedeutet im Leben jedes Menschen eine große Erschütterung. Manche Patienten wollen möglichst schnell zur Normalität übergehen, aber das klappt selten und ist im Hinblick auf das Überleben auch nicht sinnvoll. 

 

 

Für Krebspatienten:

Sortieren Sie sich neu und richten Sie sich bewusst auf den Genesungsprozess aus!

Überlebenswahrscheinlichkeiten hängen auch von der Art der Bewältigung ab. Die Wissenschaft hat eindeutig bewiesen, dass eine bewusste Auseinandersetzung mit der Erkrankung von Vorteil ist. Ich unterstütze Sie,  wirksame Wege einzuschlagen. 

 

Psychoonkologie steigert die Lebensqualität von Patienten. Wichtige Bereiche werden angesprochen und mit dem/der Erkrankten erarbeitet, um an einer aktiven Genesung mitzuwirken. 

 

 

Eine lebensbedrohliche Erkrankung erschüttert unsere emotionale Stabilität, macht Ohnmacht und Angst. Wenn Angst länger andauert,  verliert  sie ihre ursprüngliche Funktion:  Angst soll uns vor Gefahren warnen.  Es gibt  jedoch wissenschaftliche Hinweise, dass schwere Angst das Immunsystem schwächen kann. Es gibt  Gegenmittel, um mit der Angst konstruktiv umzugehen. 

 

 

 

Ein Zusammenhang zwischen Stress und Tumorentstehung ist weitgehend ungeklärt. In klinischen und epidemiologischen Studien allerdings konnte man Zusammenhänge zwischen Tumorwachstum, Krankheitsfortschritt und Metastasierung mit Stress, Angst, ungünstigem Bewältigungsverhalten, Depressivität und fehlender sozialer Unterstützung nachweisen.

Auch wenn die Datenlage sehr komplex ist, weiß man, dass mitmenschliche Unterstützung den Betroffenen hilft, weil sie dadurch die Erkrankung besser ertragen und verarbeiten können. 


Viele Patienten sind durch die Krebserkrankung auch seelisch beeinträchtigt. Hier ist psychoonkologische Unterstützung während  der Behandlung und vielleicht auch noch länger unbedingt empfehlenswert.

Oft beeinträchtigt der Krebs die  Köperfunktionen, wie z.B. Inkontinenz nach einer Prostata-Operation,   oder das Aussehen nach einer Amputation der Brust, was zu großen seelischen Erschütterungen führen kann.  Gerne unterstütze ich Sie als  professionelle Psychoonkologin dabei, diese Herausforderungen anzugehen.

 

Mit dem Gefühl, der Krankheit nicht hilflos gegenüber zu stehen, sondern Ihren ganz persönlichen Weg  zur Genesung zu finden, ist der wichtigste erste Schritt getan!

 

  

   

Für zahlreiche Klienten ist nach Abschluss der Behandlungen die Zeit der "Heilungsbewährung" gekommen: eine Zeit der Hoffnung, kein Rezidiv zu bekommen, verbunden auch mit einzelnen Momenten der Sorge oder Angst, aber vor allem ist es eine Zeit des Glücks, diese Krankheit erst einmal erfolgreich in den Griff bekommen zu haben. Ist sie besiegt? Das fragen sich viele genesende Patienten, manche mit großen Sorgen. 


Diese Phase unterstütze ich mit Reflektion und Überprüfung des Status quo in größeren Zeitabständen. Rechtzeitig vor Ablauf von 5 Jahren wird z.B. bei Brustkrebs das "Fest der Heilungsbewährung", also 5 Jahre krebsfrei, gemeinsam vorbereitet und dann mit Gesundheits-Ritualen gefeiert! Ein Ziel,  das schon auf dem Weg zur Genesung anspornt und unterstützt.

 

Auch die Regelung wichtiger Dinge oder die richtigen Worte zu finden, ist für Erkrankte ein wichtiges Thema. Ich spreche mit Ihnen auf Wunsch  auch über die Angelegenheiten, die  Sie mit Ihren Angehörigen nicht besprechen können.

 

 

 

Aufgeben ist keine Option!

 

 

Auch Patienten, die seelisch kaum beeinträchtigt sind, profitieren von psychoonkologischer Begleitung.

 

 

Patienten mit Krebserkrankungen biete ich grundsätzlich zeitnah Einzeltermine. 

Psychoonkologie für Angehörige

Für Partner/Angehörige.

Die Angehörigenarbeit  z.B. mit dem Lebenspartner  ist mir ein wichtiges Anliegen, denn auch der/die Partner/-in benötigt Hilfe, um mit der Situation zurecht zu kommen. 

  

Die passenden Worte finden, Gefühle regulieren, Kraft tanken in schwierigen Begleitumständen, die eigene Angst bewältigen, angemessen darüber zu sprechen  oder konstruktiver miteinander umzugehen, sind oft Anliegen in der Beratung

Auch stetige Aufopferung ist nicht erstrebenswert. Es ist nicht hilfreich, in der Sorge für den anderen die eigenen Bedürfnisse gänzlich zu vernachlässigen. Nur wer sich gut um sich selbst kümmert, kann einem/r Erkrankten Kraftquelle sein und hilfreich zur Seite stehen.

 

Ich begleite Sie gerne durch diese schwere Zeit.  

Für Kinder von krebskranken Eltern

Kinder schonen das kranke Elternteil oft, brauchen aber selbst Unterstützung und Trost. Hier fange ich als neutrale Person Ängste auf und  stehe für Sorgen, Angstbewältigung, unbeschwerte Momente und kindliche Fragen bereit. Viele Eltern haben große Sorge, ihre Kindern zu überfordern und sind unsicher im Umgang gegenüber ihren Kindern bezüglich vieler Aspekte der Erkrankung, hier übernehme ich in Absprache mit den Eltern auf Wunsch entlastende Funktion. Bei spielerischen und kreativen Aktivitäten entsteht ein Raum, der Vertrauen schafft und die passenden Schritte ermöglicht.

 

 

 

 

 

Krebs in der Familie

 Psychoonkologische WIR-Zeit. 

 

Das WIR in der Krankheit. Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. "Gemeinsam sind wir stark!" Dieser Satz trägt viel Wahrheit in sich.

Nutzen Sie die Möglichkeit,  der Herausforderung einer lebensbedrohlichen Erkrankung gemeinsam etwas entgegenzusetzen.

Begegnen Sie sich  in der Krankheit anders als im Alltag, sprechen Sie, moderiert durch mich, über Sorgen, Gefühle,  Ängste, aber vor allem verbringen Sie gemeinsame qualitativ wertvolle Zeit auf berührende und bleibende Weise in der besonderen WIR-Zeit! Sofern es körperlich möglich ist, findet auf  Wunsch ein Teil draußen statt.

 

Sie sind machtlos als Familienmitglied/Partner und müssen nur zusehen? Nein, Sie können etwas tun!

Zusammenhalt ist in einer schweren Zeit äußerst wichtig. Gerade in einer Zeit der großen Sorgen ist das nicht immer ganz leicht.

In der Wir-Zeit entsteht eine ganz besondere Qualität. Stehen Sie  als Gemeinschaft zusammen, verstärken Sie das Wir-Gefühl, verbringen Sie  zusammen wertvolle Zeit , die stärkt. Ich bereite die Basis und lade Sie ein zu diesem Gemeinschafts-Erlebnis der besonderen Art ein.

 

Krebs löst starke Ängste aus. Oft schwingt die Angst, den Partner zu verlieren, im Alltag mit, ohne ausgesprochen zu werden.  Da das Thema gemieden wird, ändert sich oft das Verhalten und erschwert zusätzlich die Erkrankungszeit.

Das kann bei einer Ehefrau eine permanente Überbehütung sein, ein anderer Partner zieht sich zurück und schweigt oder dem Erkrankten begegnet scheinbar mangelndes Verständnis oder schlechte Laune. All das ist bekannt als Form der Kompensation, die Angst , die kaum auszuhalten ist, wird nicht angesprochen. Das Problem daran: sie wird dadurch noch größer.

 

 

Auch dafür bietet die WIR-Zeit einen Rahmen. Momente der offenen Begegnung, in der wirklicher Austausch möglich wird, können eine enorme Entlastung für alle Seiten bedeuten. Ihre Beziehung wird geklärt, vertieft und bekommt einen verlässlicheren Boden, um gemeinsam durchzustehen, was kommt. 

 

Schenken Sie sich gegenseitig  besondere Momente der Nähe und Offenheit.

Ich begleite Sie mit ressourcenorientierten Impulsen, um das Schwere erträglicher zu machen und  Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. 

Hier ist der Raum, um Verbundenheit zu zeigen oder sich näher zu kommen, ggf. auch etwas anzusprechen, das Ihnen am Herzen liegt. Oder einfach nur unbeschwerte Momente miteinander zu genießen. Genaueres wird, entsprechend Ihren Wünschen, im Vorfeld besprochen.

 

Stärken Sie Ihren Zusammenhalt, den Überlebenswillen,  Ihre Zugehörigkeit und die Kraft zum Durchhalten in einem Krankheits-Geschehen, in dem oft Behandlungen, Angst und der Überlebenskampf im Vordergrund stehen. Würdigen Sie die besondere Situation. Dieser Rahmen wird den Menschen,  der erkrankt ist und um den Sie sich sorgen, besser durch eine schwere Zeit tragen.  

 

Mit Professionalität, Einfühlsamkeit, Gespür für die besonderen Momente im Miteinander gebe ich den verlässlichen,  liebevollen und sicheren Rahmen,  damit Sie die gemeinsame Zeit trotz Höhen und Tiefen als bereichernd und Antrieb in "bessere Zeiten"  abspeichern, eine gute Zeit erleben  und "mitnehmen" können.